Haflingerzucht Edwin Berthold

Haflinger im Reithotel Mateera, Gargellen

 

Bereits in seiner Kindheit arbeitete Edwin Berthold auf dem elterlichen Bauernhof viel mit Haflingerpferden und lernte dabei von seinem Vater die ersten Grundprinzipien einer erfolgreichen Zucht. Im Jahr 1992 begann der begeisterte Haflingerzüchter mit der eigenen Zucht in Gargellen.

Größter Zuchterfolg war der Rang der Klassenreservesiegerin (2. Platz) der Stute "Muscara" bei der Weltausstellung im Jahr 2000.

 

Der Haflinger - eine Erfolgsgeschichte

Der Haflinger ist ein Gebirgspferd und zählt zu den Pony- bzw. Kleinpferdrassen. Das vielseitige Tier ist langlebig und kann bis zu 40 Jahren alt werden.

Das als robust geltende Pferd wird gerne in der Freizeit zum Reiten eingesetzt.
Ein Haflinger kann bis zu 135/145 cm groß und 350/400 kg schwer werden, ist immer fuchsfarben mit hellem Schwanz und heller Mähne.

Da Haflinger als freundliche, sensible, trittsichere, nicht scheue und leistungsfähige Tiere gelten, werden sie gerne als Freizeittier sowie als Sporttier eingesetzt. Die praktische Größe des Haflingers und die hohe Tragfähigkeit machen das Pferd zu einem besonders geeigneten Therapiepferd sowie Kinderpferd. Haflinger sind äußerst intelligent und können somit Kindern beim Reiten lernen helfen.

Das robuste Bergpferd ist wegen seinem stämmigen Körperbau in erster Linie für den Fahrsport geeignet. In den letzten Jahren hat sich das leistungsfähige Pferd auch international auf den vorderen Plätzen etabliert. Aber auch beim Westernreiten und als Turnierpferde in der Dressur der M-Klasse werden die Tiere geschätzt.

In Österreich wurde nach dem 1. Weltkrieg eine Haflingerzucht errichtet, die sich besonders in Kärnten, Tirol und Vorarlberg entwickelt hat.
Heutzutage wird der Haflinger als reines Reittier gezüchtet, früher wurde er auf Grund seiner verschiedenen und vielfältigen Charakterzüge als Arbeitstier für Landwirtschaft und Militär genützt.

Die historische Entwicklung der Haflingerrasse ist eine Erfolgsgeschichte, wie sie makelloser kaum sein könnte: Einst ein stämmiges Bergpferd, das vorwiegend als Trag- und Zugpferd eingesetzt wurde, hat sich der blondschopfige Vierbeiner zu einer absoluten Weltrasse entwickelt, zu einem gesuchten Universal- und Familien- und Freizeitpferd mit positiven Eigenschaften wie Temperament, Leistung, Charakter, einem ansprechenden Erscheinungsbild und großer Widerstandsfähigkeit.

Entstanden ist die Rasse im Jahr 1874 mit der Geburt des Hengstes 249 Folie aus einer Tiroler Gebirgspferdestute und einem Araberhengst in den Südtiroler Alpen. Seit damals kann man alle Hengste und Stuten auf diesen ersten eingetragenen Haflinger-Hengst zurückführen. Die organisierte Haflinger-Zucht begann im Jahr 1921 mit der Gründung der ersten Nordtiroler Haflinger Pferdezuchtgenossenschaft. Seit damals werden die Haflinger in Hengst- und Stutbüchern lückenlos geführt und müssen im Haflinger Pferdezuchtverband Tirol bis zum Gründerhengst rein gezogen sein. Heute gibt es noch alle 7 Blutlinien, auf die sich weltweit die gesamten Haflinger zurückführen lassen.